Der Versand von Reifen mit DPD ist eine gängige und oft kostengünstige Methode, um Räder zu verschicken. Viele wissen jedoch nicht, dass DPD den Versand ohne Kartonage erlaubt vorausgesetzt, die Reifen sind korrekt verpackt. Dieser Artikel führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, damit Ihre Reifen sicher und regelkonform bei ihrem Bestimmungsort ankommen, auch wenn Sie auf einen sperrigen Karton verzichten möchten.
Reifenversand mit DPD ohne Karton so geht's sicher und einfach
- DPD erlaubt Reifenversand ohne Karton, aber nicht komplett unverpackt.
- Eine Schutzverpackung mit Stretchfolie oder Reifensäcken ist zwingend erforderlich.
- Kompletträder benötigen zusätzlichen Schutz für die Felgen.
- Der Paketschein muss sicher und gut sichtbar auf dem Reifen angebracht sein.
- Die Kosten richten sich nach Paketgröße und Gewicht, oft fallen sie in die Klassen L oder XL.
Reifenversand mit DPD ohne Karton: Geht das wirklich?
Ja, der Versand von Reifen mit DPD ohne Karton ist tatsächlich möglich und wird von vielen Kunden genutzt. Wichtig ist hierbei zu verstehen, dass "ohne Karton" nicht bedeutet, die Reifen komplett nackt und ungeschützt auf die Reise zu schicken. DPD hat klare Anforderungen, um sicherzustellen, dass die Reifen den Transport unbeschadet überstehen und keine anderen Pakete verschmutzen. Die Mindestanforderung ist in der Regel eine Umhüllung mit robuster Stretchfolie oder die Nutzung spezieller, reißfester Reifensäcke. Diese Schutzschicht bewahrt die Lauffläche vor Beschädigungen und verhindert, dass Schmutz und Gummiabrieb auf andere Sendungen übertragen werden.
Diese Art der Verpackung ist nicht nur eine Vorgabe von DPD, sondern auch ein Zeichen von Sorgfalt. Sie schützt Ihre Reifen vor unnötigen Kratzern und Abnutzungen während des Transports und minimiert das Risiko von Reklamationen. Wenn Sie also keinen passenden Karton finden oder sich den Aufwand sparen möchten, ist die Folienverpackung die ideale Lösung für den DPD Reifenversand.

Reifen DPD-konform verpacken: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Materialcheck: Was Sie außer einem Karton benötigen
- Stretchfolie: Eine stabile, reißfeste Folie, idealerweise für den Paletten- oder Schwerlastbereich.
- Reifensäcke (optional): Spezielle, robuste Säcke, die den Reifen komplett umschließen.
- Starkes Klebeband: Zum Sichern der Folie und zur Befestigung des Paketscheins.
- Pappe oder Schaumstoffpolster: Dicke Pappe oder spezielles Polstermaterial zum Schutz von Felgen bei Kompletträdern.
- Lieferscheintasche oder selbstklebender Paketschein: Zur sicheren und gut sichtbaren Anbringung des Versandetiketts.
Reifen oder Kompletträder? So schützen Sie Felgen effektiv vor Kratzern
Wenn Sie Kompletträder also Reifen, die bereits auf Felgen montiert sind versenden, ist ein zusätzlicher Schutz für die empfindlichen Felgen unerlässlich. Hierfür eignen sich Zuschnitte aus dicker Wellpappe oder spezielle Schaumstoffpolster. Diese sollten so zugeschnitten werden, dass sie die gesamte Felgenoberfläche abdecken. Anschließend werden die Polster oder die Pappe fest mit der Stretchfolie am Rad fixiert. Achten Sie darauf, dass die Folie eng anliegt und die Schutzmaterialien nicht verrutschen können. So minimieren Sie das Risiko von Kratzern und Dellen an den Felgen während des Transports.
Die richtige Technik: Reifen sicher in Folie einwickeln
- Beginnen Sie damit, das Ventil des Reifens gegebenenfalls zu schützen, z.B. mit einem kleinen Stück Klebeband oder einer Kappe, falls es heraussteht.
- Wickeln Sie die Stretchfolie straff um den Reifen. Beginnen Sie am besten an einer Stelle der Lauffläche und arbeiten Sie sich spiralförmig nach außen und dann wieder zur Mitte vor.
- Überlappen Sie die Folienbahnen großzügig (mindestens 50%), um eine stabile Hülle zu schaffen.
- Achten Sie darauf, dass die gesamte Lauffläche und die Seitenwände des Reifens gut bedeckt sind. Bei Kompletträdern wickeln Sie die Folie auch über die Felgenschutzmaterialien.
- Umwickeln Sie den Reifen mehrmals, bis eine dicke, reißfeste Schicht entstanden ist. Sie sollten den Reifen durch die Folie hindurch kaum noch eindrücken können.
- Verschließen Sie das Ende der Folie sicher mit starkem Klebeband.
Der häufigste Fehler: Wo und wie der Paketschein sicher angebracht wird
Ein entscheidender Punkt, der oft übersehen wird, ist die korrekte Anbringung des Paketscheins. Da kein Karton vorhanden ist, muss das Versandetikett sicher und gut sichtbar auf dem Reifen selbst befestigt werden. DPD empfiehlt hierfür, den Schein direkt auf der Lauffläche des Reifens oder auf der darüberliegenden Schutzfolie anzubringen. Verwenden Sie dafür unbedingt starkes Klebeband, das den gesamten Paketschein abdeckt und vor Feuchtigkeit und Abrieb schützt. Alternativ können Sie auch eine selbstklebende Lieferscheintasche verwenden, in die Sie den ausgedruckten Schein kleben und diese dann fest auf dem Reifen fixieren. Stellen Sie sicher, dass alle Barcodes und Informationen auf dem Schein gut lesbar sind.
Kosten und Konditionen für den DPD Reifenversand
Die DPD-Paketklassen: Welcher Tarif für Ihre Reifen gilt
Die Kosten für den Reifenversand mit DPD richten sich primär nach der Größe und dem Gewicht des Pakets. Reifen, insbesondere Kompletträder, sind oft voluminös und können ein beträchtliches Gewicht erreichen. Daher fallen sie in der Regel in die größeren Paketklassen von DPD, meist in die Kategorien L oder XL. Es ist wichtig, die genauen Maße und das Gewicht Ihrer verpackten Reifen zu ermitteln, um die passende Paketklasse auszuwählen und unerwartete Nachzahlungen zu vermeiden.
Preisvergleich: Online-Frankierung vs. Abgabe im DPD-Shop
Wenn Sie den Versand online über die DPD-Website buchen, können Sie oft von günstigeren Tarifen profitieren. Für ein XL-Paket, was für viele Reifenmaße zutreffen wird, liegt der Richtpreis bei der Online-Frankierung derzeit bei etwa 19,90 €. Beachten Sie jedoch, dass sich diese Preise jährlich ändern können. Wenn Sie Ihre Reifen stattdessen direkt in einem DPD-Paketshop abgeben, können die Preise abweichen. Es lohnt sich daher immer, vorab online die aktuellen Konditionen zu prüfen und die Preise zu vergleichen.
Versteckte Kosten? Worauf Sie bei Gewicht und Gurtmaß achten müssen
DPD hat klare Grenzen für seine Pakete, die Sie unbedingt einhalten müssen. Das maximale Gurtmaß, also die Summe aus Länge, Breite und Höhe des Pakets (oder bei Reifen: Umfang + längste Seite), darf 300 cm nicht überschreiten. Das Maximalgewicht pro Paket ist auf 31,5 kg festgelegt. Ein einzelnes Komplettrad kann dieses Gewicht schnell erreichen. Messen und wiegen Sie Ihre verpackten Reifen daher unbedingt vor dem Versand genau. Überschreiten Sie diese Grenzen, kann das Paket entweder gar nicht erst angenommen werden oder es fallen erhebliche Zusatzgebühren an.
Der DPD Versandprozess: Von der Buchung bis zur Zustellung
So einfach buchen Sie den Versand online
Die einfachste und oft günstigste Methode, den Reifenversand mit DPD zu buchen, ist über die offizielle DPD-Website. Dort finden Sie den Bereich für den Paketversand, wo Sie die Maße und das Gewicht Ihrer Sendung eingeben können. Nach Auswahl der passenden Paketklasse und der Eingabe Ihrer Absender- und Empfängerdaten können Sie den Versand direkt bezahlen. Anschließend erhalten Sie das Versandetikett per E-Mail, das Sie ausdrucken und wie oben beschrieben auf dem Reifen anbringen müssen.
Abholung oder Paketshop? Was für Sie die bessere Wahl ist
DPD bietet Ihnen zwei Hauptoptionen für die Paketabgabe: Entweder Sie nutzen den Service der Paketabholung, bei dem ein DPD-Fahrer das Paket direkt bei Ihnen zu Hause oder im Unternehmen abholt, oder Sie bringen das Paket selbst zu einem der zahlreichen DPD-Paketshops. Wenn Sie nur ein oder zwei Reifen versenden, ist die Abgabe im Paketshop oft unkompliziert. Haben Sie jedoch mehrere Reifen zu verschicken, kann die Abholung durch den Fahrer deutlich bequemer sein und Ihnen Zeit sparen.
Die Sendungsverfolgung: Behalten Sie Ihre Reifen immer im Blick
Ein großer Vorteil des DPD-Versands ist die integrierte Sendungsverfolgung. Sobald Ihr Paket im System erfasst ist, erhalten Sie eine Sendungsnummer. Mit dieser Nummer können Sie jederzeit online auf der DPD-Website oder über die DPD-App den aktuellen Status und den voraussichtlichen Zustellzeitpunkt Ihrer Reifen einsehen. Dies gibt Ihnen und dem Empfänger Sicherheit und Transparenz während des gesamten Transportprozesses.
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Häufige Probleme beim Reifenversand und ihre Vermeidung
Was passiert, wenn die Verpackung nicht ausreicht?
Eine unzureichende Verpackung ist der häufigste Grund für Probleme beim Reifenversand. Wenn DPD feststellt, dass die Reifen nicht den Verpackungsrichtlinien entsprechen also beispielsweise komplett unverpackt sind oder die Folie reißt kann das Paket abgelehnt werden. Im schlimmsten Fall kann es auch zu Transportschäden kommen, für die Sie dann haften müssen. Zudem können bei unzureichender Verpackung zusätzliche Gebühren anfallen, wenn das Paket beispielsweise als Sperrgut eingestuft wird, obwohl es bei korrekter Verpackung hineingepasst hätte.
Transportschäden: Wer haftet und wie Sie sich absichern können
Die beste Absicherung gegen Transportschäden ist eine sorgfältige und regelkonforme Verpackung. Wenn Sie die DPD-Vorgaben genau befolgen und Ihre Reifen sicher in Folie oder Reifensäcke einwickeln, schützen Sie diese optimal vor den Belastungen während des Transports. Sollte es dennoch zu einem Schaden kommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass DPD die Haftung übernimmt, deutlich höher, wenn die Verpackung den Richtlinien entsprach. Bei Kompletträdern ist der zusätzliche Schutz der Felgen besonders wichtig, um Kratzer zu vermeiden, die oft als Transportschaden gewertet werden.
