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Matthias Heinze

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21. September 2025

Yamaha MT-125 Ölfilter wechseln: Anleitung & die besten Filter

Yamaha MT-125 Ölfilter wechseln: Anleitung & die besten Filter

Der Ölfilter ist ein kleines, aber entscheidendes Bauteil für die Gesundheit Ihres Motors. Bei der Yamaha MT-125 ist der regelmäßige Wechsel dieses Teils unerlässlich, um die volle Leistung und Lebensdauer Ihres Motorrads zu gewährleisten. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen alles, was Sie wissen müssen, um den richtigen Ölfilter auszuwählen und ihn selbst zu wechseln eine Maßnahme, die nicht nur den Motor schützt, sondern auch bares Geld spart.

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Warum der Ölfilter Ihrer MT-125 so wichtig ist

Stellen Sie sich den Ölfilter wie die Nieren Ihres Motors vor. Seine Hauptaufgabe ist es, das Motoröl von schädlichen Verunreinigungen zu reinigen. Während der Motor läuft, entstehen unweigerlich winzige Metallpartikel durch Reibung, und auch Schmutz von außen kann ins Öl gelangen. Ohne einen funktionierenden Ölfilter würden diese Partikel im Öl zirkulieren und wie feines Schleifpapier wirken, das die empfindlichen Bauteile im Inneren des Motors abreibt. Das Ergebnis? Erhöhter Verschleiß, Leistungsverlust und im schlimmsten Fall teure Motorschäden. Ein sauberer Ölfilter sorgt also dafür, dass das Öl seine Schmier-, Kühl- und Reinigungseigenschaften behält und der Motor reibungslos und langlebig seinen Dienst verrichtet.

Wenn es um den Austausch geht, stehen Sie oft vor der Wahl zwischen Original-Yamaha-Ölfiltern und Produkten von namhaften Zubehörmarken wie Hiflofiltro, K&N oder Mahle. Originalfilter sind zwar die sichere Bank, was Passgenauigkeit und Materialqualität angeht, können aber preislich höher liegen. Zubehörmarken bieten oft eine attraktive Alternative, die dem Original in puncto Leistung und Haltbarkeit in nichts nachsteht und das zu einem günstigeren Preis. K&N-Filter sind beispielsweise bekannt für ihre praktische Sechskantmutter, die den Ein- und Ausbau erheblich erleichtert. Für die MT-125 sind die meisten dieser Marken eine gute Wahl, solange die Kompatibilität mit Ihrem spezifischen Modelljahr gegeben ist. Ich persönlich setze oft auf eine gute Zubehörmarke, wenn ich weiß, dass sie die Qualitätsstandards erfüllt, um Kosten zu sparen, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.

Yamaha MT-125 Ölfiltertypen Vergleich

Den passenden Ölfilter für Ihre Yamaha MT-125 finden

Die Wahl des richtigen Ölfilters ist entscheidend, und hier spielt das Baujahr Ihrer Yamaha MT-125 eine wichtige Rolle. Im Laufe der Produktionsjahre kann es vorkommen, dass Yamaha unterschiedliche Filtertypen verbaut hat. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten: dem klassischen Patronenfilter (auch Spin-on-Filter genannt), der wie eine Dose aufgeschraubt wird, und dem Einsatzfilter (Cartridge), der in ein Gehäuse eingesetzt und mit einer separaten Abdeckkappe verschlossen wird. Um sicherzugehen, welcher Filter für Ihr Motorrad der richtige ist, sollten Sie im Werkstatthandbuch nachschlagen oder die Fahrgestellnummer Ihres Motorrads zurate ziehen. Oftmals sind die Informationen auch online oder beim freundlichen Yamaha-Händler schnell verfügbar.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Filtertypen ist rein mechanischer Natur und beeinflusst die Montage. Der Patronenfilter ist eine Einheit, die komplett ausgetauscht wird. Der Einsatzfilter hingegen besteht aus einem Filtereinsatz, der in die vorhandene Filtergehäuseabdeckung eingesetzt wird. Bei der MT-125 kann je nach Baujahr einer der beiden Typen verbaut sein. Ein Blick in das Handbuch oder auf den aktuell verbauten Filter verschafft hier Klarheit. Achten Sie bei der Beschaffung auf die exakte Teilenummer, um Fehlkäufe zu vermeiden.

  • Original Yamaha: 5D3-13440-09, 1S7-E3440-00
  • Hiflofiltro: HF140, HF141
  • K&N: KN-140 (oft mit Sechskantmutter für einfache Montage/Demontage)
  • Mahle: OC 575
  • Geben Sie den Hinweis, dass die Yamaha YZF-R125 oft denselben Motor und somit denselben Ölfilter verwendet.

Schritt-für-Schritt: Der Ölfilterwechsel an Ihrer MT-125

Bevor wir loslegen, stellen Sie sicher, dass Sie das nötige Werkzeug und Material zur Hand haben. Ein gut vorbereiteter Wechsel ist ein sicherer Wechsel.

  • Ölfilterschlüssel oder -band (passend für den Filtertyp)
  • Drehmomentschlüssel
  • 12-mm-Steckschlüssel für die Ölablassschraube
  • Auffangwanne für Altöl
  • Neue Dichtringe für Ablassschraube und Filterdeckel
  • Ca. 1 Liter Motoröl (z. B. 10W-40 JASO MA2)
  • Neuer Ölfilter (passend zum Modelljahr)

Nun gehen wir Schritt für Schritt vor:

  1. Fahren Sie den Motor kurz warm, damit das Öl dünnflüssiger wird.
  2. Stellen Sie das Motorrad stabil auf einem ebenen Untergrund auf (Hauptständer oder Montageständer).
  3. Positionieren Sie die Auffangwanne unter der Ölablassschraube.
  1. Öffnen Sie die Ölablassschraube mit dem 12-mm-Steckschlüssel und lassen Sie das Altöl vollständig ab.
  2. Lösen Sie den alten Ölfilter (oder den Filterdeckel bei Einsatzfiltern) mit dem passenden Ölfilterschlüssel.
  3. Entfernen Sie den alten Filter und die alten Dichtungen.
  4. Reinigen Sie die Auflageflächen sorgfältig.
  5. Warnen Sie vor dem "Schraubendreher-Trick" bei festsitzenden Filtern aufgrund der Gefahr von Spänen im Motor.
  1. Ölen Sie die Dichtung des neuen Ölfilters leicht ein.
  2. Schrauben Sie den neuen Ölfilter (oder setzen Sie den Einsatzfilter ein und montieren Sie den Deckel) an.
  3. Bei Patronenfiltern: Handfest anziehen und dann eine weitere 1/2 bis 3/4 Umdrehung.
  4. Bei Einsatzfiltern: Den Filterdeckel mit dem Drehmomentschlüssel auf das korrekte Anzugsdrehmoment von ca. 10 Nm festziehen.
  5. Setzen Sie die Ölablassschraube mit einem neuen Dichtring ein und ziehen Sie sie mit dem korrekten Drehmoment an (im Werkstatthandbuch prüfen).

Nachdem alle Komponenten wieder montiert sind, füllen Sie das neue Motoröl in der vorgeschriebenen Menge ein. Starten Sie den Motor für etwa eine Minute, damit sich das Öl im System verteilen kann. Schalten Sie den Motor wieder aus und warten Sie einige Minuten, damit das Öl zurück in die Ölwanne laufen kann. Prüfen Sie nun sorgfältig den Ölstand und achten Sie auf eventuelle Undichtigkeiten am Ölfilter und der Ablassschraube. Machen Sie eine kurze Testfahrt und kontrollieren Sie anschließend nochmals den Ölstand und die Dichtheit. So stellen Sie sicher, dass alles korrekt funktioniert.

Häufige Fehler beim Ölfilterwechsel und wie Sie sie vermeiden

Beim Ölfilterwechsel können einige Fehler passieren, die im schlimmsten Fall zu ernsten Motorschäden führen können. Einer der häufigsten Fehler ist die Verwendung eines falschen Ölfilters. Wenn der Filter nicht exakt passt oder die Dichtflächen nicht übereinstimmen, kann das zu Undichtigkeiten führen, durch die das Motoröl austritt. Ebenso kritisch ist das falsche Anzugsdrehmoment. Zieht man den Filter zu fest an, kann die Dichtung beschädigt werden oder das Gewinde am Motorblock reißen. Zieht man ihn zu lose an, kann ebenfalls Öl austreten. Achten Sie daher immer auf die korrekte Teilenummer und das im Werkstatthandbuch angegebene Anzugsdrehmoment. Ich persönlich nutze hierfür immer einen Drehmomentschlüssel, um auf Nummer sicher zu gehen.

Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, sind die Dichtringe. Sowohl die Dichtung des Ölfilters als auch der Dichtring an der Ölablassschraube werden mit der Zeit spröde und verlieren ihre Elastizität. Wenn Sie diese nicht bei jedem Ölwechsel erneuern, riskieren Sie Undichtigkeiten, die zu einem gefährlichen Ölverlust führen können. Es ist eine kleine Investition, die aber große Auswirkungen auf die Sicherheit und Sauberkeit Ihres Motorrads hat. Daher mein dringender Rat: Neue Dichtringe gehören immer dazu!

Zu guter Letzt ist die umweltgerechte Entsorgung von Altöl und altem Ölfilter ein wichtiger Aspekt. Altöl ist Sondermüll und darf keinesfalls einfach in die Umwelt gelangen. Sie können das Altöl und die alten Filter dort abgeben, wo Sie auch das neue Öl gekauft haben viele Händler sind gesetzlich dazu verpflichtet, Altöl kostenlos zurückzunehmen. Alternativ nehmen Wertstoffhöfe oder spezielle Entsorgungsbetriebe diese Materialien entgegen. Informieren Sie sich über die Sammelstellen in Ihrer Nähe, um sicherzustellen, dass die Entsorgung korrekt und umweltschonend erfolgt.

Mehr als nur der Filter: Weitere wichtige Punkte beim Ölwechsel

Der Ölfilterwechsel ist ein wichtiger Teil des gesamten Ölwechsels, aber das richtige Motoröl selbst ist ebenso entscheidend. Für Ihre Yamaha MT-125 ist in der Regel ein Öl der Viskosität 10W-40 mit der Spezifikation JASO MA2 vorgeschrieben. Warum das wichtig ist? Die Viskosität beschreibt, wie flüssig das Öl bei verschiedenen Temperaturen ist. JASO MA2 ist eine Norm, die speziell für Motorradmotoren mit Nasskupplung entwickelt wurde. Sie stellt sicher, dass das Öl die Kupplung nicht zum Rutschen bringt und gleichzeitig alle Schmierungsanforderungen erfüllt. Nicht jedes 10W-40 Öl ist automatisch für Motorräder geeignet achten Sie also immer auf die korrekte Spezifikation!

Nachdem Sie das neue Öl eingefüllt haben, ist die korrekte Messung des Ölstands unerlässlich. Stellen Sie das Motorrad dazu auf einen ebenen Untergrund und richten Sie es möglichst senkrecht auf. Warten Sie nach dem Abstellen des Motors einige Minuten, damit das Öl zurück in die Ölwanne fließen kann. Der Ölstand sollte dann im mittleren Bereich des Schauglases oder zwischen der Min- und Max-Markierung auf dem Messstab liegen. Ein zu hoher oder zu niedriger Ölstand kann dem Motor schaden.

Yamaha gibt klare Intervalle für den Öl- und Ölfilterwechsel vor, die in der Regel bei 6.000 Kilometern oder einmal jährlich liegen. Diese Intervalle sind ein guter Richtwert für normale Fahrbedingungen. Wenn Sie Ihre MT-125 jedoch häufig auf Kurzstrecken bewegen, bei sehr hohen Drehzahlen fahren oder sie unter extremen Bedingungen einsetzen, kann es sinnvoll sein, das Öl und den Filter früher zu wechseln. Das schont den Motor und sorgt für eine längere Lebensdauer.

Kostenanalyse: Ölfilterwechsel selbst durchführen oder die Werkstatt beauftragen?

Die Entscheidung, ob Sie den Ölfilterwechsel selbst durchführen oder einer Werkstatt überlassen, hängt oft von den Kosten ab. Ein Ölfilter von einer Zubehörmarke kostet in Deutschland in der Regel zwischen 5 und 15 Euro. Ein Original-Yamaha-Filter kann etwas teurer sein, liegt aber meist immer noch im erschwinglichen Bereich. Hinzu kommen die Kosten für etwa einen Liter Motoröl (ca. 10-20 Euro, je nach Marke und Qualität) und ein paar Euro für neue Dichtringe. Insgesamt liegen die Materialkosten für einen Ölwechsel in Eigenregie also bei etwa 17 bis 40 Euro.

Wenn Sie den Ölwechsel hingegen in einer Fachwerkstatt durchführen lassen, müssen Sie mit Kosten von etwa 80 bis 130 Euro rechnen. Diese Summe beinhaltet sowohl die Materialkosten als auch die Arbeitszeit des Mechanikers. Faktoren wie die Werkstattauslastung, die Region und die Art des verwendeten Öls können diese Kosten beeinflussen.

Der DIY-Ansatz lohnt sich also finanziell deutlich, besonders wenn Sie regelmäßig warten. Sie sparen nicht nur Geld, sondern gewinnen auch wertvolle Erfahrung und ein tieferes Verständnis für Ihr Motorrad. Wenn Sie jedoch nicht über das nötige Werkzeug verfügen, unsicher sind oder einfach keine Zeit investieren möchten, ist der Gang zur Werkstatt die bequemere und oft auch sicherere Option. Bedenken Sie auch, dass manche Garantieansprüche an regelmäßige Wartungen durch zertifizierte Betriebe geknüpft sind.

Häufig gestellte Fragen

Yamaha empfiehlt den Wechsel alle 6.000 km oder jährlich. Bei starker Beanspruchung kann ein früherer Wechsel sinnvoll sein.

Das hängt vom Baujahr ab (Patronen- oder Einsatzfilter). Gängige Nummern sind Yamaha 5D3-13440-09 oder Zubehör wie Hiflofiltro HF140.

Zubehörmodelle kosten ca. 5-15 Euro. Originalfilter sind etwas teurer. Der DIY-Wechsel spart deutlich gegenüber Werkstattkosten.

Ja, oft verwenden die MT-125 und die YZF-R125 desselben Baujahrs denselben Motor und somit auch denselben Ölfilter.

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Autor Matthias Heinze
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Ich bin Matthias Heinze und bringe über 10 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche mit. Während meiner Karriere habe ich umfassende Kenntnisse in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Marktanalysen und Trends in der Mobilität erworben. Mein Studium im Bereich Maschinenbau sowie meine zahlreichen Projekte in der Automobilindustrie haben mir die nötige Expertise verliehen, um fundierte und präzise Informationen zu liefern. Ich spezialisiere mich auf die neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Branche, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und technologische Fortschritte. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Leser über aktuelle Trends und Herausforderungen zu informieren, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen, die ich bereitstelle, stets genau und vertrauenswürdig sind. Ich lege großen Wert auf sorgfältige Recherchen und eine klare, verständliche Darstellung komplexer Themen. Durch meine Beiträge auf dml24.de möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für die Automobilbranche zu vertiefen und eine engagierte Diskussion über die Zukunft der Mobilität anzuregen.

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