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Matthias Heinze

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15. September 2025

Bremsflüssigkeitswechsel: Kosten, Angebote & wann Sie wechseln müssen

Bremsflüssigkeitswechsel: Kosten, Angebote & wann Sie wechseln müssen

Die Bremsflüssigkeit ist ein lebenswichtiges Element für die Sicherheit Ihres Fahrzeugs. Ein regelmäßiger Wechsel sorgt dafür, dass Ihre Bremsen zuverlässig funktionieren, gerade wenn Sie sie am dringendsten benötigen. Doch was kostet ein solcher Wechsel und welche Leistungen sollten Sie von einem Angebot erwarten? In diesem Artikel beleuchte ich die Kosten, den typischen Leistungsumfang und gebe Ihnen Tipps, wie Sie das beste Angebot für Ihren Bremsflüssigkeitswechsel finden.

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Bremsflüssigkeitswechsel: Kosten, Leistungen und worauf Sie beim Angebot achten müssen

  • Die Kosten für einen professionellen Bremsflüssigkeitswechsel liegen typischerweise zwischen 70 und 150 Euro, abhängig von Fahrzeug und Werkstatt.
  • Ein vollständiges Angebot muss den Austausch, die Entlüftung, eine Systemprüfung und die umweltgerechte Entsorgung umfassen.
  • Der Wechsel ist alle 2 Jahre ratsam, da alte Bremsflüssigkeit die Bremsleistung gefährdet und Korrosion verursachen kann.
  • Achten Sie auf die korrekte Bremsflüssigkeitsspezifikation (z. B. DOT 4) gemäß Herstellervorgaben.
  • Angebote finden Sie über Online-Portale, Werkstattketten oder lokale freie Werkstätten.

Bremsflüssigkeitswechsel Kosten Vergleich

Ein gutes Angebot für den Bremsflüssigkeitswechsel: Mehr als nur der Preis zählt

Wenn es um die Sicherheit geht, sollte der Preis nicht das alleinige Kriterium sein. Dennoch ist es gut zu wissen, was man für sein Geld erwarten kann. Die Kosten für einen professionellen Bremsflüssigkeitswechsel in Deutschland bewegen sich in der Regel zwischen 70 und 150 Euro. Dieser Preis ist jedoch keine feste Größe und kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden.

Mehrere Aspekte spielen bei der Preisgestaltung eine Rolle:

  • Fahrzeugmarke und -modell: Manche Fahrzeuge erfordern aufgrund ihrer Bauweise oder der benötigten Flüssigkeitsmenge einen höheren Aufwand.
  • Region: Werkstattkosten können regional variieren. In Ballungszentren sind sie oft höher als auf dem Land.
  • Art der Werkstatt: Vertragswerkstätten von Automarken sind häufig teurer als freie Werkstätten oder bekannte Werkstattketten. Letztere bieten oft attraktive Festpreisangebote, die sich im unteren bis mittleren Bereich der genannten Spanne bewegen.

Die Kosten setzen sich im Wesentlichen aus der Arbeitszeit und dem Material zusammen. Für den eigentlichen Wechsel kalkulieren Werkstätten etwa 30 bis 60 Minuten ein. Das Hauptmaterial ist natürlich die Bremsflüssigkeit selbst. Hier gibt es Unterschiede in der Qualität und Spezifikation, die den Materialpreis beeinflussen können. Die korrekte Spezifikation ist entscheidend, wie wir später noch sehen werden.

Ein umfassendes Angebot für den Bremsflüssigkeitswechsel sollte folgende Punkte beinhalten:

  1. Austausch der Bremsflüssigkeit: Die alte Flüssigkeit wird vollständig abgelassen und durch frische ersetzt.
  2. Entlüftung des Bremssystems: Dies ist ein kritischer Schritt, um sicherzustellen, dass keine Luft im System verbleibt, die die Bremsleistung beeinträchtigen würde.
  3. Überprüfung der Bremsanlage: Eine Sichtprüfung auf Dichtheit und offensichtlichen Verschleiß an Leitungen, Schläuchen und Komponenten gehört dazu.
  4. Umweltgerechte Entsorgung: Die Altflüssigkeit muss fachgerecht entsorgt werden.
  5. Spezifikation der verwendeten Bremsflüssigkeit: Das Angebot sollte klar angeben, welche Spezifikation (z. B. DOT 4) verwendet wird.

Angebote wie ein Profi vergleichen und den besten Deal finden

Die Suche nach dem passenden Angebot muss nicht kompliziert sein. Es gibt verschiedene Wege, um gute Konditionen zu finden und die Angebote seriöser Anbieter zu identifizieren.

Nutzen Sie folgende Bezugsquellen für Ihre Suche:

  1. Online-Vergleichsportale: Plattformen wie Werkstattvergleich.de oder ähnliche Dienste bündeln Angebote von Werkstätten in Ihrer Nähe.
  2. Websites von Werkstattketten: Große Ketten wie A. T. U. oder Pitstop werben oft mit transparenten Festpreisen und Online-Buchungsmöglichkeiten.
  3. Lokale freie Werkstätten: Scheuen Sie sich nicht, direkt bei Werkstätten in Ihrer Nachbarschaft anzufragen. Oftmals bieten diese einen sehr guten Service zu fairen Preisen.

Halten Sie bei der Angebotsprüfung folgende Punkte fest, um einen klaren Vergleich zu ermöglichen:

  • Gesamtpreis: Was kostet der Wechsel inklusive aller Nebenkosten?
  • Enthaltene Leistungen: Sind Austausch, Entlüftung, Prüfung und Entsorgung abgedeckt?
  • Art der Bremsflüssigkeit: Welche Spezifikation wird verwendet und entspricht sie den Herstellervorgaben?
  • Dauer des Wechsels: Wie lange wird die Werkstatt voraussichtlich benötigen?
  • Garantie: Gibt es eine Garantie auf die durchgeführte Arbeit und das Material?
  • Kundenbewertungen/Erfahrung: Was sagen andere Kunden über die Werkstatt?
  • Transparenz des Angebots: Ist klar ersichtlich, welche Leistungen zu welchem Preis erbracht werden?

Ein wichtiger Punkt bei der Angebotsprüfung: Nur weil "Bremsflüssigkeit inklusive" draufsteht, heißt das nicht automatisch, dass die richtige Qualität verwendet wird. Achten Sie unbedingt darauf, dass die genaue Spezifikation der Bremsflüssigkeit im Angebot genannt wird und diese mit den Vorgaben Ihres Fahrzeugherstellers übereinstimmt. Die falsche Bremsflüssigkeit kann zu erheblichen Schäden am Bremssystem führen.

Bremsflüssigkeit hygroskopisch

Der perfekte Zeitpunkt: Wann der Bremsflüssigkeitswechsel unumgänglich wird

Die meisten Fahrzeughersteller empfehlen einen Wechsel der Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre. Dies ist keine willkürliche Regel, sondern basiert auf den physikalischen Eigenschaften der Bremsflüssigkeit. Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das heißt, sie zieht Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an. Dieser Prozess ist unvermeidlich, auch wenn das Bremssystem als geschlossen gilt.

Die Folgen eines hohen Wasseranteils in der Bremsflüssigkeit sind gravierend:

  • Senkung des Siedepunkts: Bremsflüssigkeit wird bei starker Beanspruchung, wie z. B. bei langen Bergabfahrten oder sportlicher Fahrweise, sehr heiß. Wenn der Siedepunkt durch Wasseranteil sinkt, kann die Flüssigkeit anfangen zu kochen. Es bilden sich Dampfblasen.
  • Dampfblasenbildung: Diese Dampfblasen sind komprimierbar, anders als die Flüssigkeit selbst. Tritt dieses Phänomen auf, kann das Bremspedal bis zum Boden durchfallen, was zu einem plötzlichen Ausfall der Bremsanlage führen kann eine extrem gefährliche Situation.
  • Korrosion: Wasser im Bremssystem fördert die Korrosion von Metallteilen wie Bremsleitungen, Kolben und Zylindern. Dies kann zu Undichtigkeiten und teuren Reparaturen führen.

Diese Risiken sind oft schleichend und werden vom Fahrer nicht direkt bemerkt, bis es zu spät ist. Eine regelmäßige Wartung ist daher unerlässlich.

Bei den Bremsflüssigkeitstypen gibt es einige Unterschiede, die Sie kennen sollten:

  • DOT 4: Dies ist die am weitesten verbreitete Spezifikation in Europa und für die meisten gängigen Fahrzeuge geeignet. Sie basiert auf Glykol.
  • DOT 5.1: Diese Flüssigkeit hat einen höheren Siedepunkt als DOT 4 und ist ebenfalls auf Glykolbasis, daher mischbar mit DOT 4. Sie wird oft in leistungsstärkeren Fahrzeugen oder solchen mit ABS/ESP eingesetzt.
  • DOT 5: Diese Flüssigkeit basiert auf Silikon und ist nicht mit DOT 4 oder DOT 5.1 mischbar. Sie hat andere Eigenschaften und wird seltener verwendet.

Die absolute Priorität hat immer die Spezifikation, die vom Fahrzeughersteller vorgeschrieben wird! Ein falscher Typ kann zu schweren Schäden am Bremssystem führen und die Sicherheit massiv beeinträchtigen.

Werkstatt Bremsflüssigkeitswechsel

Selbst wechseln oder zum Fachmann? Die Werkstatt ist die sicherere Wahl

Angesichts der Risiken, die mit alter Bremsflüssigkeit verbunden sind, ist es ratsam, den Wechsel nicht auf die lange Bank zu schieben. Die Gefahren sind real und können im Ernstfall lebensbedrohlich sein:

  • Bremsversagen durch Dampfblasen: Wie bereits erwähnt, kann dies bei starker Beanspruchung auftreten und zum Totalausfall der Bremsen führen.
  • Korrosion im Bremssystem: Langfristig führt Wasser zu Rost und Undichtigkeiten, was teure Reparaturen nach sich zieht und die Bremsfunktion beeinträchtigt.
  • Verringerte Bremsleistung: Schon ein leicht erhöhter Wasseranteil kann die Bremswirkung spürbar reduzieren, was im Notfall den Unterschied zwischen einem Unfall und einer sicheren Bremsung ausmachen kann.

Manche Autofahrer überlegen, den Bremsflüssigkeitswechsel selbst durchzuführen, um Kosten zu sparen. Davon rate ich jedoch dringend ab, denn die Risiken sind beträchtlich:

  • Unvollständige Entlüftung: Das Bremssystem muss nach dem Flüssigkeitswechsel sorgfältig entlüftet werden. Selbst kleine Luftblasen können die Bremsleistung erheblich beeinträchtigen. Ohne Spezialwerkzeug und Erfahrung ist eine vollständige Entlüftung kaum sicherzustellen.
  • Verwendung der falschen Flüssigkeit: Wenn man nicht genau weiß, welche Spezifikation benötigt wird, oder wenn man versehentlich eine falsche Sorte kauft, kann dies zu Schäden führen.
  • Beschädigung von Bauteilen: Unsachgemäßer Umgang mit Werkzeugen oder Druck kann Dichtungen, Leitungen oder Hauptbremszylinder beschädigen.
  • Sicherheitsrisiken: Eine fehlerhafte Montage oder Entlüftung birgt direkte Gefahren für die eigene Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmer.
  • Probleme bei der Entsorgung: Altflüssigkeit ist Sondermüll und muss fachgerecht entsorgt werden.

Die Vorteile eines professionellen Services liegen auf der Hand: Fachkenntnis, die richtige Ausrüstung, die Gewährleistung auf die ausgeführte Arbeit und die Gewissheit, dass Ihr Bremssystem optimal und sicher funktioniert. Wenn Sie die Angebote vergleichen und eine seriöse Werkstatt wählen, ist der professionelle Wechsel eine Investition in Ihre Sicherheit, die den Preis wert ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Bremsflüssigkeit sollte alle 2 Jahre gewechselt werden. Dies liegt an ihrer hygroskopischen Eigenschaft, wodurch sie Wasser aufnimmt und ihre Leistung verliert.

Die Kosten liegen meist zwischen 70 und 150 Euro. Der genaue Preis hängt von Fahrzeug, Werkstatt und Region ab. Werkstattketten sind oft günstiger.

Beachten Sie unbedingt die Herstellervorgaben Ihres Fahrzeugs. Gängig sind DOT 4 und DOT 5.1. DOT 5 darf nicht gemischt werden.

Alte Bremsflüssigkeit kann den Siedepunkt senken, was zu Dampfblasen und Bremsversagen führen kann. Zudem fördert sie Korrosion im Bremssystem.

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Autor Matthias Heinze
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Ich bin Matthias Heinze und bringe über 10 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche mit. Während meiner Karriere habe ich umfassende Kenntnisse in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Marktanalysen und Trends in der Mobilität erworben. Mein Studium im Bereich Maschinenbau sowie meine zahlreichen Projekte in der Automobilindustrie haben mir die nötige Expertise verliehen, um fundierte und präzise Informationen zu liefern. Ich spezialisiere mich auf die neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Branche, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und technologische Fortschritte. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Leser über aktuelle Trends und Herausforderungen zu informieren, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen, die ich bereitstelle, stets genau und vertrauenswürdig sind. Ich lege großen Wert auf sorgfältige Recherchen und eine klare, verständliche Darstellung komplexer Themen. Durch meine Beiträge auf dml24.de möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für die Automobilbranche zu vertiefen und eine engagierte Diskussion über die Zukunft der Mobilität anzuregen.

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