dml24.de
dml24.dearrow right†Reifenarrow right†Felgen & Reifen: Die perfekte Wahl für Ihr Auto Ratgeber
Matthias Heinze

Matthias Heinze

|

29. September 2025

Felgen & Reifen: Die perfekte Wahl für Ihr Auto Ratgeber

Felgen & Reifen: Die perfekte Wahl für Ihr Auto Ratgeber

Inhaltsverzeichnis

Die Wahl der richtigen Felgen und Reifen ist weit mehr als nur eine ästhetische Entscheidung. Sie ist ein fundamentaler Baustein für die Sicherheit, die Performance und letztendlich das gesamte Fahrerlebnis Ihres Fahrzeugs. Als Matthias Heinze kann ich aus Erfahrung sagen: Unterschätzen Sie niemals die Auswirkung, die ein gut abgestimmter Radsatz auf das Fahrverhalten haben kann. Es geht um Grip auf nasser Fahrbahn, um den Bremsweg, um das präzise Handling in Kurven und nicht zuletzt um den Komfort auf langen Strecken und den Kraftstoffverbrauch. Eine falsche Kombination kann hier schnell zu gefährlichen Situationen führen oder das Fahrgefühl unnötig beeinträchtigen.

Leider sehe ich immer wieder, dass bei der Auswahl Fehler gemacht werden, die sich leicht vermeiden ließen. Oft sind es Kleinigkeiten, die aber im Ernstfall über die Sicherheit entscheiden. Dazu gehört das Ignorieren des Tragfähigkeits- oder Geschwindigkeitsindexes, die falsche Einpresstiefe (ET) oder der unpassende Lochkreis (LK). Genauso wichtig ist es, die gesetzlichen Vorschriften nicht außer Acht zu lassen. Ohne die passende Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder ein TÜV-Teilegutachten kann es schnell zu Problemen mit der Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeugs kommen.

  • Ignorieren von Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex: Diese Werte sind entscheidend für die Belastbarkeit und die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Reifen. Falsche Werte können zum Reifenplatzer führen und sind illegal. Tipp: Immer die im Fahrzeugschein oder der ABE/Gutachten geforderten Werte einhalten.
  • Falsche Einpresstiefe (ET): Eine zu geringe oder zu hohe ET kann dazu führen, dass das Rad schleift (z.B. an Bremse oder Karosserie) oder die Radaufhängung übermäßig belastet wird. Tipp: Die zulässigen ET-Werte des Fahrzeugherstellers beachten.
  • Unpassender Lochkreis (LK) und Mittellochbohrung: Felgen müssen exakt zum Lochkreis und zur Mittellochbohrung des Fahrzeugs passen, um sicher montiert werden zu können. Tipp: Immer die exakten LK- und Zentrierungsangaben des Fahrzeugherstellers prüfen.
  • Missachten gesetzlicher Vorschriften (ABE, TÜV): Ohne die notwendigen Papiere oder eine Eintragung ist die Nutzung von Felgen und Reifen oft illegal und führt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Tipp: Vor dem Kauf prüfen, ob die gewünschte Kombination eine ABE oder ein Teilegutachten besitzt.

Reifenbezeichnung Felgenbezeichnung Erklärung

Rad-Kennzahlen verstehen: So entschlüsseln Sie die Codes

Was bedeuten die Zahlen auf Ihrem Reifen? (z. B. 225/45 R17 91W)

Die Kennzeichnung auf der Reifenflanke mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch sie liefert essenzielle Informationen für die Auswahl und Kompatibilität. Lassen Sie uns das Beispiel 225/45 R17 91W aufschlüsseln:

  1. 225: Dies ist die Reifenbreite in Millimetern. Sie gibt an, wie breit der Reifen an seiner breitesten Stelle ist.
  2. 45: Das Querschnittsverhältnis oder auch "Aspektverhältnis" genannt. Es beschreibt das Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent. Hier bedeutet 45, dass die Reifenhöhe 45% der Reifenbreite (also 225 mm * 0,45 = ca. 101,25 mm) beträgt.
  3. R: Steht für die Radialbauart des Reifens. Dies ist heute bei PKW-Reifen Standard.
  4. 17: Die Zollgröße des Reifens, die angibt, für welche Felgengröße der Reifen geeignet ist. Hier also für Felgen mit einem Durchmesser von 17 Zoll.
  5. 91: Der Tragfähigkeitsindex (auch Lastindex genannt). Diese Zahl steht für die maximale Last, die ein Reifen bei korrektem Luftdruck tragen darf. Die genaue Last in Kilogramm finden Sie in einer Tabelle (Index 91 entspricht z.B. 615 kg).
  6. W: Der Geschwindigkeitsindex (auch Geschwindigkeitsklasse genannt). Dieser Buchstabe gibt die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit für den Reifen an. Ein "W" steht hier für bis zu 270 km/h.

Felgenbezeichnungen verstehen: Von Maulweite über Einpresstiefe (ET) bis zum Lochkreis (LK)

Ähnlich wie bei Reifen gibt es auch bei Felgen wichtige Kennzahlen, die ihre Passform und Funktion bestimmen:

  1. Felgenbreite (Maulweite): Angegeben in Zoll (z.B. 7.5J). Diese Zahl beschreibt die Breite der Felge zwischen dem inneren und äußeren Felgenhorn, wo der Reifen sitzt. Das "J" gibt die Form des Felgenhorns an.
  2. Zollgröße: Ebenfalls in Zoll angegeben (z.B. 17 Zoll), gibt sie den Außendurchmesser der Felge an und muss zum Reifen passen.
  3. Einpresstiefe (ET): Dies ist ein kritischer Wert (z.B. ET35). Sie gibt den Abstand zwischen der Felgenmitte und der Auflagefläche der Felge an der Radnabe an. Eine falsche ET kann dazu führen, dass das Rad innen an der Bremse oder außen an der Karosserie schleift.
  4. Lochkreis (LK): Beschreibt den Durchmesser des Kreises, auf dem die Befestigungslöcher für die Radschrauben liegen (z.B. LK 5x112). Die "5" steht für die Anzahl der Löcher, die "112" für den Durchmesser in Millimetern.
  5. Mittenzentrierung: Das Loch in der Mitte der Felge, das auf den Zentrierbund der Radnabe passt. Eine korrekte Zentrierung sorgt für einen vibrationsfreien Lauf.

Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex: Warum diese Werte nicht verhandelbar sind

Der Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex sind keine optionalen Angaben, sondern gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsmerkmale. Ein Reifen muss die Last tragen können, die auf ihn wirkt, und die Geschwindigkeiten aushalten, die das Fahrzeug fahren kann. Ein Reifen mit zu geringem Tragfähigkeitsindex kann unter Belastung überhitzen und platzen. Ebenso kann ein Reifen mit zu niedrigem Geschwindigkeitsindex bei hohen Geschwindigkeiten seine Struktur verlieren. Die Nichteinhaltung dieser Indizes führt nicht nur zum Erlöschen der Betriebserlaubnis, sondern stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Prüfen Sie immer die Angaben in Ihrem Fahrzeugschein oder den Zulassungsdokumenten.

ABE, TÜV-Gutachten und Einzelabnahme: Was brauchen Sie wann?

Um sicherzustellen, dass Ihre Felgen und Reifen legal montiert sind, gibt es verschiedene Dokumente und Verfahren:

Dokument Beschreibung Wann benötigt?
Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) Ein Dokument, das bescheinigt, dass die Felgen/Reifen für bestimmte Fahrzeugmodelle zugelassen sind. Oft ist keine zusätzliche Abnahme oder Eintragung nötig, wenn die ABE mitgeführt wird. Wenn die ABE für Ihr Fahrzeugmodell gilt und keine Abweichungen von den Vorgaben bestehen.
TÜV-Teilegutachten Ein Gutachten, das die technischen Eigenschaften der Felgen/Reifen beschreibt und prüft, ob sie für bestimmte Fahrzeuge geeignet sind. Nach der Montage muss das Teilegutachten bei einer Prüfstelle (z.B. TÜV, DEKRA) vorgelegt werden, um die Abnahme und Eintragung in die Fahrzeugpapiere zu erhalten.
Einzelabnahme (§21 StVZO) Wenn für eine Felgen- oder Reifenkombination keine ABE oder kein Teilegutachten existiert, muss eine Einzelabnahme durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen erfolgen. Für Sonderanfertigungen, Umbauten oder wenn keine generelle Zulassung für Ihr Fahrzeugmodell verfügbar ist.

Die Tücken der Eintragungspflicht: Wann müssen Sie zum TÜV?

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Felgen oder Reifen montieren, die nicht der originalen Erstausrüstung Ihres Fahrzeugs entsprechen, müssen Sie prüfen, ob dafür eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorliegt, die eine Eintragung überflüssig macht. Besitzen Sie nur ein TÜV-Teilegutachten, ist eine Abnahme und anschließende Eintragung in die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) zwingend erforderlich. Ohne diese Eintragung erlischt die Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeugs, was zu Bußgeldern und Problemen bei der Versicherung führen kann. Auch wenn Sie Änderungen an den Radhäusern vornehmen, um größere Felgen zu montieren, ist eine Abnahme und Eintragung unerlässlich.

Reifendruckkontrollsystem (RDKS): Was Sie beim Radwechsel beachten müssen

Seit November 2014 sind Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) in allen neu zugelassenen PKW Pflicht. Diese Systeme überwachen den Reifendruck und warnen den Fahrer bei Unterdruck. Es gibt zwei Hauptarten: direkte Systeme, die Sensoren direkt im Rad (oft in den Ventilen) verbaut haben, und indirekte Systeme, die den Reifendruck über die ABS-Sensoren berechnen. Beim Wechsel auf einen anderen Radsatz (z.B. Sommer- auf Winterräder) ist es entscheidend, dass die Funktion des RDKS erhalten bleibt. Bei direkten Systemen müssen die Sensoren des neuen Rades oft angelernt oder programmiert werden, damit das Fahrzeug sie erkennt. Dies ist eine Aufgabe, die in der Regel eine Fachwerkstatt durchführt.

  • Überprüfung der RDKS-Funktion nach jedem Radwechsel.
  • Bei direkten Systemen: Anlernen der neuen Sensoren durch das Fahrzeug.
  • Kontrolle der Sensoren auf Beschädigungen.
  • Sicherstellen, dass die Ventile korrekt abgedichtet sind.

Die richtige Wahl für Ihr Fahrzeug: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie Sie die passenden Dimensionen für Ihr Automodell finden

Die Frage "Welche Felgen passen auf mein Auto?" lässt sich am besten beantworten, wenn Sie systematisch vorgehen:

  1. Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) prüfen: In den Feldern 15.1 bis 15.3 finden Sie die zulässigen Reifengrößen für Ihr Fahrzeug. Oft sind dort mehrere Dimensionen aufgeführt.
  2. CoC-Papier (Certificate of Conformity): Dieses Dokument, das Sie beim Kauf des Fahrzeugs erhalten haben, listet ebenfalls alle zulässigen Rad-Reifen-Kombinationen auf.
  3. Herstellerangaben: Im Handbuch Ihres Fahrzeugs oder auf der Website des Herstellers finden Sie oft detaillierte Informationen zu den zulässigen Felgen- und Reifengrößen.
  4. Lochkreis und Einpresstiefe recherchieren: Sobald Sie die zulässigen Dimensionen kennen, müssen Sie den passenden Lochkreis (LK) und die zulässige Einpresstiefe (ET) für Ihr Fahrzeugmodell ermitteln. Diese Informationen sind essenziell für die Kompatibilität und finden sich ebenfalls im Fahrzeugschein, im CoC-Papier oder in spezialisierten Online-Datenbanken.
  5. Felgenkonfigurator nutzen: Viele Online-Shops bieten Felgenkonfiguratoren an. Geben Sie dort Ihr Fahrzeugmodell ein, und das System zeigt Ihnen passende Felgen an. Wichtig: Verlassen Sie sich nicht blind darauf, sondern gleichen Sie die angezeigten Daten immer mit Ihren Fahrzeugpapieren ab.

Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen: Welcher Typ passt zu Ihrem Fahrprofil?

Die Wahl des richtigen Reifentyps hängt stark von Ihren individuellen Fahrgewohnheiten und den klimatischen Bedingungen ab, in denen Sie unterwegs sind:

Reifentyp Vorteile Nachteile/Einsatzbereich
Sommerreifen Optimale Haftung und Performance bei warmen Temperaturen (über 7°C), kurze Bremswege, präzises Fahrverhalten. Bei Kälte und Schnee deutlich reduzierte Haftung, nicht für winterliche Bedingungen geeignet.
Winterreifen Spezielle Gummimischung und Profil für niedrige Temperaturen, Schnee und Eis; gute Haftung und Bremsleistung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Bei warmen Temperaturen erhöhter Verschleiß, längere Bremswege, höherer Kraftstoffverbrauch, lauteres Abrollgeräusch.
Ganzjahresreifen Kompromisslösung, die versucht, die Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen zu vereinen. Praktisch, da kein saisonaler Wechsel nötig ist. In extremen Sommer- oder Winterbedingungen nicht so leistungsfähig wie spezialisierte Reifen. Oft ein Kompromiss bei Bremsweg und Haftung in beiden Extremen.

Für Fahrer mit geringer Jahresfahrleistung und moderaten Wintern können Ganzjahresreifen eine gute Option sein. Wer jedoch regelmäßig bei extremen Wetterbedingungen unterwegs ist oder hohe Sicherheitsansprüche hat, ist mit saisonalen Reifen besser bedient.

Alufelge oder Stahlfelge: Ein Vergleich der Vor- und Nachteile

Die Wahl zwischen Aluminium- und Stahlfelgen beeinflusst sowohl die Optik als auch die Performance Ihres Fahrzeugs:

Merkmal Alufelge Stahlfelge
Gewicht Deutlich leichter, was zu einer verbesserten Fahrdynamik und potenziell geringerem Kraftstoffverbrauch führen kann. Schwerer, was sich negativ auf Beschleunigung und Handling auswirken kann.
Optik Vielfältige Designs, glänzende Oberflächen, oft sportlicher und moderner Look. Einfaches, robustes Design, oft mit Radkappen aufgewertet.
Preis In der Regel teurer in der Anschaffung. Günstiger in der Anschaffung.
Korrosionsbeständigkeit Kann anfällig für Korrosion sein, besonders bei aggressiven Reinigungsmitteln oder Streusalz, erfordert aber oft mehr Pflege. Sehr robust und unempfindlich gegenüber Korrosion, besonders wenn beschichtet.
Robustheit Bei starken Stößen anfälliger für Risse oder Brüche. Verbiegen sich bei harten Stößen eher, was oft eine Reparatur ermöglicht.

Aero Felgen Elektroauto

Auch im Bereich Felgen tut sich einiges. Die Trends für 2025 zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Größere Durchmesser: Der Trend zu größeren Felgen, insbesondere bei SUVs und Elektrofahrzeugen, setzt sich fort. Dies verbessert nicht nur die Optik, sondern ermöglicht auch die Montage von Niederquerschnittsreifen für ein sportlicheres Fahrgefühl.
  • Aerodynamische Designs (Aero-Felgen): Mit dem Fokus auf Effizienz, gerade bei Elektroautos, werden aerodynamisch optimierte Felgen immer wichtiger. Sie reduzieren den Luftwiderstand und tragen so zur Reichweitensteigerung bei.
  • Matte Oberflächen und Bicolor-Designs: Neben klassischen Silber- und Schwarztönen gewinnen matte Finishes an Beliebtheit. Auch "Bicolor"-Designs, bei denen beispielsweise die Front glanzgedreht ist und die Speichen oder das Felgenbett eine andere Farbe haben, sind stark im Kommen.
  • Individualisierung: Die Möglichkeiten zur Personalisierung nehmen zu, mit einer größeren Auswahl an Farben und Oberflächen.

Der Vormarsch der Ganzjahresreifen: Lohnt sich der Umstieg wirklich?

Ganzjahresreifen haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Moderne Modelle bieten eine deutlich bessere Performance als ihre Vorgänger und kommen der Leistung von Sommer- und Winterreifen näher. Für Fahrer, die ihr Fahrzeug nur wenig bewegen, in Regionen mit milden Wintern leben oder den Aufwand des saisonalen Wechsels scheuen, können Ganzjahresreifen eine attraktive Alternative sein. Man muss jedoch bedenken, dass sie immer ein Kompromiss bleiben. Bei extremen Wetterbedingungen sei es eisige Kälte oder sengende Hitze werden spezialisierte Sommer- oder Winterreifen immer die Nase vorn haben, insbesondere was Bremsweg und Haftung angeht.

Spezialfall Elektroauto: Welche besonderen Anforderungen an Felgen und Reifen gestellt werden

Elektrofahrzeuge stellen besondere Anforderungen an ihre Rad-Reifen-Kombinationen, die sich aus ihrer Bauart ergeben:

  • Höhere Tragfähigkeit: Aufgrund des Gewichts der Batterie benötigen E-Autos oft Reifen mit einer höheren Tragfähigkeit, erkennbar an der "XL"-Kennung (Extra Load).
  • Geringer Rollwiderstand: Um die Reichweite zu maximieren, sind Reifen mit einem möglichst geringen Rollwiderstand essenziell. Dies wird durch spezielle Gummimischungen und optimierte Profilgestaltungen erreicht.
  • Geräuschoptimierung: Da Elektroautos sehr leise sind, fallen Abrollgeräusche stärker ins Gewicht. Viele Reifen für E-Fahrzeuge sind daher mit speziellen Dämmmaterialien (z.B. Schaumstoffeinlagen) ausgestattet, um das Geräuschniveau im Innenraum zu senken.
  • Hohes Drehmoment: E-Autos liefern ihr maximales Drehmoment oft schon aus dem Stand. Die Reifen müssen daher in der Lage sein, diese Kraft sicher auf die Straße zu übertragen, ohne durchzudrehen.

Lesen Sie auch: Reifenalter: Wie alt dürfen sie sein? Gesetz & Expertenrat

Montage und Pflege: So maximieren Sie die Lebensdauer Ihrer Räder

Die fachgerechte Montage: Warum der Profi oft die bessere Wahl ist

Auch wenn der Wunsch groß ist, Geld zu sparen, rate ich oft zur professionellen Montage von Felgen und Reifen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine unsachgemäße Montage kann nicht nur die Reifen oder Felgen beschädigen, sondern auch zu gefährlichen Situationen führen. Fachbetriebe verfügen über das richtige Werkzeug, um die Reifen schonend aufzuziehen, sie korrekt zu wuchten und sicherzustellen, dass alle Komponenten (inklusive RDKS-Sensoren) richtig montiert und kalibriert sind. Ein schlecht gewuchteter Reifen führt zu Vibrationen, erhöhtem Verschleiß und kann die Fahrsicherheit beeinträchtigen.

Wuchten und Achsvermessung: Kleine Eingriffe mit großer Wirkung

Das Wuchten der Räder ist unerlässlich, um Unwuchten auszugleichen, die durch Fertigungstoleranzen oder kleine Beschädigungen entstehen können. Eine Unwucht führt zu Vibrationen im Lenkrad und auf Dauer zu einem ungleichmäßigen Verschleiß der Reifen und Komponenten des Fahrwerks. Die Achsvermessung (auch Spur- und Sturz-Einstellung genannt) ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Räder korrekt ausgerichtet sind. Eine falsche Spureinstellung kann zu starkem einseitigem Reifenverschleiß, schlechterem Fahrverhalten und erhöhtem Kraftstoffverbrauch führen. Gerade nach dem Wechsel auf neue Felgen oder bei Anzeichen von Verschleiß ist eine Achsvermessung ratsam.

Tipps zur richtigen Lagerung und Pflege Ihrer Radsätze

Um die Lebensdauer Ihrer Felgen und Reifen zu verlängern, sollten Sie einige Grundregeln bei Lagerung und Pflege beachten:

  • Lagerung: Lagern Sie Ihre Radsätze kühl, trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Reifen mit Felgen können liegend oder stehend gelagert werden (bei stehender Lagerung gelegentlich bewegen). Reifen ohne Felgen sollten immer liegend gelagert werden. Vermeiden Sie Kontakt mit Öl, Fett und Chemikalien.
  • Pflege: Reinigen Sie Felgen regelmäßig, am besten mit speziellen Felgenreinigern, die auf das Material abgestimmt sind. Vermeiden Sie aggressive Mittel, die die Oberfläche angreifen können. Reifenflanken können mit einem speziellen Pflegemittel behandelt werden, um sie vor Austrocknung zu schützen.
  • Kontrolle: Überprüfen Sie Ihre Reifen regelmäßig auf Beschädigungen, eingefahrene Fremdkörper und das Profil.

Häufig gestellte Fragen

Die passenden Felgen finden Sie im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) unter den Feldern 15.1-15.3, im CoC-Papier oder in den Herstellerangaben. Achten Sie auf Lochkreis, Einpresstiefe und Mittellochbohrung.

Ja, wenn Sie kein ABE-Dokument haben, das eine Eintragung ausschließt. Mit einem Teilegutachten ist eine Abnahme und Eintragung in die Fahrzeugpapiere zwingend erforderlich.

Die Einpresstiefe (ET) gibt den Abstand zwischen Felgenmitte und Auflagefläche an der Radnabe an. Eine falsche ET kann zu Schleifkontakten führen und muss den Fahrzeugherstellervorgaben entsprechen.

Moderne Ganzjahresreifen bieten gute Kompromisslösungen. Sie sind praktisch, erreichen aber bei extremen Sommer- oder Winterbedingungen nicht die Leistung von Spezialreifen.

Tags:

felge und reifen
felgen und reifen kombination
richtige felgen und reifen finden
felgen reifen kompatibilität

Beitrag teilen

Autor Matthias Heinze
Matthias Heinze
Ich bin Matthias Heinze und bringe über 10 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche mit. Während meiner Karriere habe ich umfassende Kenntnisse in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Marktanalysen und Trends in der Mobilität erworben. Mein Studium im Bereich Maschinenbau sowie meine zahlreichen Projekte in der Automobilindustrie haben mir die nötige Expertise verliehen, um fundierte und präzise Informationen zu liefern. Ich spezialisiere mich auf die neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Branche, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und technologische Fortschritte. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Leser über aktuelle Trends und Herausforderungen zu informieren, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen, die ich bereitstelle, stets genau und vertrauenswürdig sind. Ich lege großen Wert auf sorgfältige Recherchen und eine klare, verständliche Darstellung komplexer Themen. Durch meine Beiträge auf dml24.de möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für die Automobilbranche zu vertiefen und eine engagierte Diskussion über die Zukunft der Mobilität anzuregen.

Kommentar schreiben

Mehr anzeigen