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Matthias Heinze

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26. September 2025

BMW R1200R: Welches Motoröl ist das Richtige? Ihre Kaufhilfe

BMW R1200R: Welches Motoröl ist das Richtige? Ihre Kaufhilfe

Inhaltsverzeichnis

Dieser Artikel ist Ihr umfassender Leitfaden zur Auswahl des perfekten Motoröls für Ihre BMW R1200R. Erfahren Sie, welche Spezifikationen und Viskositäten für Ihr Modell entscheidend sind, vergleichen Sie Originalöle mit bewährten Alternativen und treffen Sie eine fundierte Kaufentscheidung, die die Langlebigkeit und Leistung Ihres Boxermotors sichert.

Das richtige Motoröl für Ihre BMW R1200R finden so treffen Sie die sichere Kaufentscheidung

  • Die Wahl des Motoröls hängt stark vom Baujahr und der Kühlungsart Ihrer R1200R ab: 15W-50 für luft-/ölgekühlte Modelle (bis ca. 2013), 5W-40 für flüssigkeitsgekühlte (ab ca. 2013).
  • Achten Sie unbedingt auf die Spezifikationen API SL/SN (oder SJ) und insbesondere JASO MA2, da letzteres für die Nasskupplung Ihrer BMW R1200R entscheidend ist.
  • BMW ADVANTEC Öle sind ideal und exakt abgestimmt, aber hochwertige Alternativen von Liqui Moly, Castrol oder Motul mit den passenden Spezifikationen sind gleichwertig und oft eine gute Wahl.
  • Verwenden Sie niemals reines Autoöl, da es die Kupplung Ihrer R1200R beschädigen kann, weil es nicht die JASO MA2-Spezifikation erfüllt.
  • Die typische Ölfüllmenge beträgt etwa 4,0 Liter bei einem Filterwechsel; das empfohlene Wechselintervall liegt bei 10.000 Kilometern oder einmal jährlich.

Mehr als nur Schmierung: Was das Öl im Boxermotor leistet

Das Motoröl in Ihrer BMW R1200R leistet weit mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Es ist das Lebenselixier Ihres Motors und übernimmt eine Vielzahl kritischer Aufgaben. Neben der offensichtlichen Schmierung, die Reibung und Verschleiß zwischen den beweglichen Teilen wie Kolben, Kurbelwelle und Nockenwelle minimiert, spielt das Öl eine entscheidende Rolle bei der Kühlung. Es nimmt Wärme von heißen Motorkomponenten auf und transportiert sie zum Ölfilter und gegebenenfalls zum Ölkühler, wo sie abgeführt wird. Dies verhindert Überhitzung und schützt den Motor vor thermischen Schäden. Weiterhin sorgt das Öl für die Reinigung des Motors, indem es Ablagerungen, Rußpartikel und Metallabrieb aufnimmt und diese zum Ölfilter transportiert. Ohne diese reinigende Wirkung würden sich schädliche Rückstände im Motor ablagern und den Verschleiß beschleunigen. Auch der Korrosionsschutz ist eine wichtige Funktion; das Öl bildet einen schützenden Film auf den Metalloberflächen und schützt diese vor Oxidation und Rost, insbesondere während Standzeiten. Nicht zuletzt trägt das Öl zur Abdichtung bei, indem es die Spalte zwischen Kolbenringen und Zylinderwänden füllt und so den Kompressionsdruck aufrechterhält. All diese Funktionen sind essenziell für die Langlebigkeit, die Zuverlässigkeit und die optimale Leistung Ihres Boxermotors.

Die teuren Folgen der falschen Ölwahl

Die Wahl des falschen Motoröls für Ihre BMW R1200R kann gravierende und kostspielige Konsequenzen haben. Wenn das Öl nicht den exakten Spezifikationen und Viskositäten entspricht, die Ihr spezifisches Modell erfordert, setzen Sie Ihren Motor erheblichen Risiken aus. Ein häufiges und besonders ärgerliches Problem ist das Rutschern der Kupplung, ausgelöst durch ein Öl, das nicht die erforderliche JASO MA2-Spezifikation für Motorräder mit Nasskupplung aufweist. Dies führt nicht nur zu einem unkontrollierbaren Kraftschluss, sondern auch zu einem schnellen Verschleiß der Kupplungsscheiben. Darüber hinaus kann ein ungeeignetes Öl zu einem erhöhten Verschleiß an kritischen Motorkomponenten führen, da die Schmierung nicht mehr optimal gewährleistet ist. Die Folge kann eine Überhitzung des Motors sein, da die Kühlfunktion des Öls beeinträchtigt ist. Im schlimmsten Fall kann die fortgesetzte Nutzung eines falschen Öls zu einem vorzeitigen Motorschaden führen, dessen Reparaturkosten schnell in die Tausende gehen können. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.
  • Erhöhter Verschleiß an Motorkomponenten
  • Kupplungsrutschen und vorzeitiger Kupplungsverschleiß
  • Überhitzung des Motors
  • Mögliche Dichtungsschäden
  • Im Extremfall: Vorzeitiger Motorschaden

Die offizielle BMW-Vorgabe: Was steht in Ihrem Handbuch?

Der entscheidende Unterschied: Luft/Öl- (bis 2013) vs. Flüssigkeitskühlung (ab 2013)

Bei der BMW R1200R gibt es einen fundamentalen Unterschied im Motordesign, der direkte Auswirkungen auf die Wahl des Motoröls hat: die Kühlungsart. Bis etwa zum Modelljahr 2013 kamen die R1200R-Modelle mit einem luft-/ölgekühlten Boxermotor. Diese Motoren sind robuster und verzeihen kleinere Abweichungen eher, sind aber tendenziell anfälliger für höhere Öltemperaturen. Ab etwa 2013 führte BMW die flüssigkeitsgekühlten ("LC" für Liquid Cooled) Boxermotoren ein. Diese neueren Modelle verfügen über einen präziseren Ölkreislauf und sind thermisch stabiler, was jedoch auch spezifischere Anforderungen an das Motoröl stellt, um die optimale Funktion zu gewährleisten.

Viskosität entschlüsselt: Wann Sie 5W-40 und wann 15W-50 benötigen

Die Viskositätsklassen wie 5W-40 oder 15W-50 geben Auskunft über das Fließverhalten des Öls bei unterschiedlichen Temperaturen. Die erste Zahl (z.B. die '5' in 5W-40) bezieht sich auf die Viskosität bei Kälte je niedriger die Zahl, desto besser das Kaltstartverhalten und desto schneller ist der Motor beim Start geschmiert. Die zweite Zahl (z.B. die '40' in 5W-40) beschreibt die Viskosität bei Betriebstemperatur. Für die älteren, luft-/ölgekühlten R1200R-Modelle (bis ca. 2013) wird oft ein Öl der Viskosität 15W-50 empfohlen. Dieses hat eine höhere Heißviskosität, was bei den tendenziell höheren Öltemperaturen dieser Motoren von Vorteil ist. Die neueren, flüssigkeitsgekühlten LC-Modelle (ab ca. 2013) profitieren hingegen von einem Öl der Viskosität 5W-40. Dieses bietet einen besseren Schutz bei Kälte und ist für den präziseren Ölkreislauf dieser Motoren ausgelegt.

Motortyp / Baujahr Empfohlene Viskosität Besonderheiten
Luft-/ölgekühlt (bis ca. 2013) 15W-50 Höhere Öltemperaturen, robuster
Flüssigkeitsgekühlt (ab ca. 2013) 5W-40 Präziserer Ölkreislauf, thermisch stabiler

Das Qualitäts-Alphabet: Warum API SN und JASO MA2 nicht verhandelbar sind

Neben der Viskosität sind die Spezifikationen entscheidend für die Auswahl des richtigen Motoröls. Die API-Klassifikation (American Petroleum Institute) gibt Auskunft über die grundlegenden Leistungsmerkmale des Öls. Für die R1200R sind in der Regel Spezifikationen wie API SJ, SL oder das aktuellere SN gefordert. Diese Klassifikationen stellen sicher, dass das Öl bestimmte Schutz- und Leistungsstandards erfüllt. Noch wichtiger für Ihre BMW R1200R ist jedoch die JASO MA2-Spezifikation. JASO steht für die Japanese Automotive Standards Organization. Die MA2-Norm ist speziell für Motorräder mit Nasskupplung entwickelt worden, wie sie in der R1200R verbaut ist. Ein Öl, das diese Norm erfüllt, enthält spezielle Additive, die dafür sorgen, dass die Kupplungsscheiben optimal greifen und nicht rutschen. Ohne die JASO MA2-Freigabe riskieren Sie, dass Ihre Kupplung anfängt zu rutschen, was zu einem erheblichen Leistungsverlust und schnellem Verschleiß führt. Dies ist ein Kriterium, bei dem Sie keine Kompromisse eingehen sollten.

BMW ADVANTEC Motoröl Flasche

Die erste Wahl: Das BMW ADVANTEC Original-Motoröl

Was steckt hinter dem BMW-Label? Ein Blick auf den Partner Shell

Wenn Sie sich für das Originalöl von BMW entscheiden, greifen Sie zu den ADVANTEC-Produkten. Es ist wichtig zu wissen, dass BMW diese Öle nicht selbst herstellt. Stattdessen arbeitet BMW mit dem renommierten Ölhersteller Shell zusammen. Shell entwickelt und produziert die ADVANTEC-Öle exklusiv für BMW Motorrad. Das bedeutet, dass diese Öle präzise auf die spezifischen Anforderungen und Toleranzen der BMW-Motoren abgestimmt sind. Sie erfüllen nicht nur die allgemeinen Spezifikationen, sondern sind auch auf die besonderen Eigenschaften der Boxer-Motoren, wie die Wärmeentwicklung und die Kupplungscharakteristik, optimiert. Mit ADVANTEC-Ölen gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie ein Produkt verwenden, das vom Fahrzeughersteller selbst freigegeben und empfohlen wird.

ADVANTEC Ultimate 5W-40 vs. ADVANTEC Pro 15W-50: Welches ist für Ihr Modell das Richtige?

BMW bietet zwei Hauptvarianten seiner ADVANTEC-Motoröle an, die für die R1200R relevant sind. Das ADVANTEC Ultimate 5W-40 ist speziell für die neueren, flüssigkeitsgekühlten (LC) Modelle ab ca. 2013 konzipiert. Seine niedrigere Kaltviskosität sorgt für einen besseren Schutz beim Kaltstart, und die 40er Heißviskosität ist für die thermischen Anforderungen dieser Motoren optimiert. Für die älteren, luft-/ölgekühlten Modelle bis ca. 2013 empfiehlt BMW oft das ADVANTEC Pro 15W-50. Die höhere Heißviskosität dieses Öls ist gut geeignet, um die höheren Betriebstemperaturen dieser Motoren auszugleichen und einen stabilen Schmierfilm zu gewährleisten. Die Wahl hängt also direkt vom Baujahr und der Kühlungsart Ihrer R1200R ab.

Bewährte Alternativen: Diese Öle empfehlen Experten und Fahrer

Auch wenn die BMW ADVANTEC Öle eine ausgezeichnete Wahl sind, möchte ich betonen, dass es auf dem Markt viele hochwertige Alternativen von namhaften Herstellern gibt. Diese Öle können die Leistung und den Schutz des Originalöls voll und ganz erreichen, vorausgesetzt, sie erfüllen exakt die erforderlichen Spezifikationen für Ihre R1200R insbesondere die richtige Viskosität (5W-40 oder 15W-50 je nach Modell) und die entscheidenden Normen wie API SN und JASO MA2. Viele erfahrene Fahrer und Werkstätten schwören auf diese Produkte, oft auch aus preislichen Erwägungen. Hier stelle ich Ihnen einige der beliebtesten und am häufigsten empfohlenen Alternativen vor.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Liqui Moly Motorbike 4T Synth Street Race

Liqui Moly ist eine deutsche Marke, die für ihre hohe Qualität und ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist. Das Motorbike 4T Synth 5W-40 Street Race ist eine vollsynthetische Top-Option, die besonders für die flüssigkeitsgekühlten R1200R-Modelle (ab ca. 2013) hervorragend geeignet ist. Es erfüllt die Spezifikationen API SN und die für unsere Boxer unerlässliche JASO MA2-Norm. Viele Fahrer schätzen dieses Öl für seine Reinigungsleistung und seinen guten Motorschutz, auch bei sportlicher Fahrweise. Es ist eine ausgezeichnete und oft preislich attraktivere Alternative zum BMW Originalöl.

Die Hochleistungs-Option: Castrol Power 1 Racing 4T

Castrol ist ein weiterer global agierender Hersteller, der für seine leistungsstarken Motorradöle bekannt ist. Das Castrol Power 1 Racing 4T 5W-40 ist ein vollsynthetisches Öl, das für maximale Leistung und Schutz entwickelt wurde. Es ist eine ausgezeichnete Wahl für die flüssigkeitsgekühlten R1200R-Modelle und erfüllt ebenfalls die geforderten Spezifikationen wie API SN und JASO MA2. Dieses Öl ist darauf ausgelegt, auch unter extremen Bedingungen, wie hohen Drehzahlen und Temperaturen, einen stabilen Schmierfilm aufrechtzuerhalten und den Motor optimal zu schützen. Es ist eine bevorzugte Option für Fahrer, die Wert auf maximale Performance legen.

Der Spezialist für anspruchsvolle Touren: Motul 7100 4T

Motul hat sich einen Namen gemacht mit seinen hochwertigen, vollsynthetischen Motorradölen, die oft in Rennsport und anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt werden. Die Motul 7100 4T-Reihe bietet auch für die R1200R passende Optionen. Für die neueren, flüssigkeitsgekühlten Modelle ist das 5W-40 eine sehr gute Wahl, das die Standards API SN und JASO MA2 erfüllt. Für die älteren, luft-/ölgekühlten Modelle ist das Motul 7100 4T 15W-50 eine hervorragende Option. Motul-Öle sind bekannt für ihre exzellente Hitzebeständigkeit und ihre Fähigkeit, die Kupplung zuverlässig zu schützen und für eine optimale Kraftübertragung zu sorgen.

Die 3 häufigsten Fehler bei der Ölwahl für den Boxer und wie Sie sie vermeiden

Fehler Nr. 1: "Ein gutes Autoöl wird schon passen" Warum das die Kupplung ruiniert

Dies ist wohl der häufigste und gleichzeitig gefährlichste Fehler, den man bei der Motorradpflege machen kann. Autoöle sind für die Anforderungen von Automobilmotoren konzipiert und unterscheiden sich grundlegend von Motorradölen. Das gravierendste Problem bei Autoölen ist, dass sie oft Reibungsmodifikatoren enthalten, die die Kraftstoffeffizienz verbessern sollen. Diese Zusätze sind für die Nasskupplung Ihres Motorrads absolut kontraproduktiv. Sie führen dazu, dass die Kupplungsscheiben nicht mehr richtig greifen, was zu Kupplungsrutschen, unkontrollierbarem Kraftschluss und einem rapiden Verschleiß der Kupplung führt. Im schlimmsten Fall kann dies sogar zu einem Ausfall der Kupplung führen. Die JASO MA2-Spezifikation, die für Motorradöle mit Nasskupplung unerlässlich ist, fehlt in den allermeisten Autoölen. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende und verwenden Sie niemals Autoöl in Ihrer R1200R!

Fehler Nr. 2: Die JASO MA2-Spezifikation ignorieren

Selbst wenn Sie ein Motorradöl verwenden, ist es entscheidend, auf die richtige Spezifikation zu achten. Viele Motorradöle tragen die Kennzeichnung JASO MA, was bedeutet, dass sie für Motorräder mit Nasskupplung geeignet sind. Allerdings ist JASO MA2 die strengere und für moderne Motorräder wie die R1200R die empfohlene Norm. MA2-Öle bieten eine noch bessere Reibungskontrolle und schützen die Kupplung noch effektiver vor Verschleiß und Rutschen, insbesondere unter Last oder bei sportlicher Fahrweise. Wenn auf dem Öl nur JASO MA steht, ist es zwar besser als Autoöl, aber JASO MA2 ist die sichere Wahl, um Probleme mit der Kupplung auszuschließen. Achten Sie daher immer explizit auf die Kennzeichnung JASO MA2 auf dem Gebinde.

Fehler Nr. 3: Viskositäten oder Marken wahllos mischen

Manche Fahrer neigen dazu, Öle unterschiedlicher Viskositäten oder gar verschiedener Marken zu mischen, um zum Beispiel die Ölmenge aufzufüllen oder Kosten zu sparen. Davon ist jedoch dringend abzuraten. Motoröle sind komplexe Formulierungen, die aus einer Basisölmischung und einem sorgfältig abgestimmten Paket von Additiven bestehen. Das Mischen verschiedener Öle, selbst wenn sie die gleichen Spezifikationen haben, kann die chemische Balance stören. Dies kann dazu führen, dass die Schutzwirkung des Öls beeinträchtigt wird, die Hitzebeständigkeit sinkt oder sich unerwünschte Reaktionen bilden. Es ist immer am besten, beim selben freigegebenen Öltyp und Hersteller zu bleiben. Wenn Sie wechseln müssen, dann spülen Sie den Motor idealerweise mit einem passenden Spülöl oder fahren Sie das neue Öl zunächst vorsichtig ein.

Praxis-Tipps für Ihren nächsten Ölwechsel an der R1200R

So prüfen Sie den Ölstand am Schauglas des Boxers korrekt

  1. Motor warmfahren: Fahren Sie Ihre R1200R für einige Minuten, damit das Öl Betriebstemperatur erreicht und sich im Motor verteilt.
  2. Motor abstellen und warten: Stellen Sie den Motor ab und lassen Sie das Motorrad für mindestens 5-10 Minuten auf einer ebenen Fläche stehen. Dies gibt dem Öl Zeit, zurück in die Ölwanne zu fließen.
  3. Motorrad gerade halten: Stellen Sie sicher, dass das Motorrad absolut gerade steht. Ein leichtes Kippen zur Seite kann das Messergebnis verfälschen.
  4. Ölstand am Schauglas prüfen: Suchen Sie das Ölstands-Schauglas (meist an der Unterseite des Motors). Der Ölstand sollte sich zwischen der Min- und Max-Markierung befinden. Ideal ist es, wenn der Stand nahe der Max-Markierung ist, aber diese nicht überschreitet.
  5. Bei Bedarf nachfüllen: Falls der Ölstand zu niedrig ist, füllen Sie langsam und in kleinen Mengen (ca. 0,1-0,2 Liter) das passende Motoröl nach und warten Sie jedes Mal einige Minuten, bevor Sie den Stand erneut prüfen.

Die richtige Füllmenge: Warum "viel hilft viel" hier gefährlich ist

Die exakte Ölfüllmenge ist für die Gesundheit Ihres Boxermotors von entscheidender Bedeutung. Bei den meisten R1200R-Modellen beträgt die Ölfüllmenge bei einem Ölwechsel inklusive neuem Ölfilter etwa 4,0 Liter. Es ist jedoch unerlässlich, die genaue, vom Hersteller für Ihr spezifisches Modelljahr und Ihre Motorkonfiguration empfohlene Füllmenge im Fahrerhandbuch nachzuschlagen. Eine Überfüllung kann ebenso schädlich sein wie eine Unterfüllung. Zu viel Öl kann zur Schaumbildung führen, den Öldruck erhöhen und Dichtungen belasten, was im schlimmsten Fall zu Undichtigkeiten oder sogar zu Motorschäden führen kann. Zu wenig Öl führt zu unzureichender Schmierung und Überhitzung. Halten Sie sich daher strikt an die Vorgaben.

Nicht am falschen Ende sparen: Welcher Ölfilter zu Ihrer Wahl passt

Beim Ölwechsel sollte niemals am Ölfilter gespart werden. Der Ölfilter ist dafür verantwortlich, Verunreinigungen wie Metallabrieb und Rußpartikel aus dem Öl zu entfernen, bevor sie Schaden anrichten können. Ein verstopfter oder minderwertiger Filter kann die Schmierung beeinträchtigen und den Motor belasten. Daher ist es ratsam, bei jedem Ölwechsel den Ölfilter zu erneuern. Sie haben hier die Wahl zwischen Original-BMW-Filtern, die perfekt auf Ihr Motorrad abgestimmt sind, und hochwertigen Ersatzfiltern von renommierten Marken wie Mahle, Hiflofiltro oder K&N. Wichtig ist, dass der gewählte Filter explizit für Ihre BMW R1200R freigegeben ist und die gleichen Qualitätsstandards erfüllt wie das Originalteil.

Lesen Sie auch: Wann Motoröl wechseln? Intervalle, Anzeichen & Kosten erklärt

Ihre perfekte Wahl: So geben Sie Ihrem Motor, was er verdient

Die Auswahl des richtigen Motoröls für Ihre BMW R1200R ist keine komplizierte Wissenschaft, erfordert aber Sorgfalt und das Wissen um die spezifischen Bedürfnisse Ihres Motorrads. Der wichtigste Schritt ist, genau zu wissen, welches Baujahr und welche Kühlungsart Ihr Boxer-Motor hat. Daraus ergeben sich die korrekte Viskosität (5W-40 für LC-Modelle, 15W-50 für ältere Modelle) und die zwingend erforderlichen Spezifikationen, allen voran API SN und die für die Nasskupplung unverzichtbare Norm JASO MA2. Ob Sie sich für das exakt abgestimmte BMW ADVANTEC Originalöl entscheiden oder eine der bewährten und qualitativ gleichwertigen Alternativen von Liqui Moly, Castrol oder Motul wählen, ist letztlich eine Frage der persönlichen Präferenz und des Budgets. Wichtig ist nur, dass die Spezifikationen stimmen und Sie die häufigsten Fehler wie die Verwendung von Autoöl oder das Ignorieren der JASO MA2-Norm vermeiden. Mit diesem Wissen treffen Sie eine sichere und fundierte Kaufentscheidung, die die Leistung, die Zuverlässigkeit und die Langlebigkeit Ihres geliebten Boxermotors langfristig sichert. Ihr Motor wird es Ihnen danken.

Häufig gestellte Fragen

Für luft-/ölgekühlte Modelle (bis ca. 2013) ist 15W-50 (z.B. BMW ADVANTEC Pro) ideal. Für flüssigkeitsgekühlte Modelle (ab ca. 2013) empfiehlt sich 5W-40 (z.B. BMW ADVANTEC Ultimate).

Nein, hochwertige Alternativen von Liqui Moly, Castrol oder Motul mit den korrekten Spezifikationen (API SN, JASO MA2) sind gleichwertig und eine gute Wahl.

Autoöl fehlt die JASO MA2-Spezifikation, was zu Kupplungsrutschen und schnellem Verschleiß der Kupplung führt. Dies kann teure Schäden verursachen.

BMW empfiehlt ein Wechselintervall von 10.000 Kilometern oder einmal jährlich, je nachdem, was zuerst eintritt. Ein neuer Ölfilter ist dabei stets ratsam.

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Autor Matthias Heinze
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Ich bin Matthias Heinze und bringe über 10 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche mit. Während meiner Karriere habe ich umfassende Kenntnisse in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Marktanalysen und Trends in der Mobilität erworben. Mein Studium im Bereich Maschinenbau sowie meine zahlreichen Projekte in der Automobilindustrie haben mir die nötige Expertise verliehen, um fundierte und präzise Informationen zu liefern. Ich spezialisiere mich auf die neuesten Entwicklungen und Innovationen in der Branche, insbesondere im Hinblick auf nachhaltige Mobilität und technologische Fortschritte. Mein Ziel ist es, Leserinnen und Leser über aktuelle Trends und Herausforderungen zu informieren, damit sie fundierte Entscheidungen treffen können. Besonders wichtig ist mir, dass die Informationen, die ich bereitstelle, stets genau und vertrauenswürdig sind. Ich lege großen Wert auf sorgfältige Recherchen und eine klare, verständliche Darstellung komplexer Themen. Durch meine Beiträge auf dml24.de möchte ich dazu beitragen, das Verständnis für die Automobilbranche zu vertiefen und eine engagierte Diskussion über die Zukunft der Mobilität anzuregen.

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